Sich auf den Weg machen

Liebe Frauen,
Rom ist faszinierend – nicht nur wegen seiner Sehenswürdigkeiten und dem Dolce Vita, sondern auch wegen des Straßenverkehrs. Aus drei Spuren werden plötzlich fünf, Parken erinnert an Tetris und Rollerfahrer sind überall. Besonders spannend sind die Zebrastreifen: Während Autos in Deutschland meist anhalten, wenn man wartet, gilt in Rom eher die Regel: gehen statt stehen. Erst wenn man losläuft, bremsen die Autos.
Ähnlich ist es oft im Alltag. Aufgaben und Herausforderungen rasen auf uns zu, und manchmal steht man wie vor einem Zebrastreifen und zögert. Doch oft hilft nur, mutig loszugehen und sich etwas zuzutrauen.
Auch die drei Frauen am leeren Grab stehen vor einem solchen „Alltags-Zebrastreifen“. Anders als die Jünger bleiben sie nicht versteckt, sondern machen sich auf den Weg und werden so zu den ersten Zeuginnen der Auferweckung.
Manchmal braucht es Freundinnen und Freunde, die diesen Weg mitgehen. Doch auch wenn wir allein vor unserem Zebrastreifen stehen, dürfen wir sicher sein: Er geht mit uns – einer, der den rasenden Alltag kennt und viele stark befahrene Straßen überwunden hat.
Und hoffentlich gibt es bei allem, was bei euch ansteht, auch einen echten Zebrastreifen – der über die Straße und vielleicht direkt in die Eisdiele führt!
Eure Lea Strobel
PS: In Deutschland bitte nicht einfach loslaufen – sonst bin ich schuld, wenn etwas schiefgeht
