KDFB

Studienreise ins Lebenslabyrinth Helfta

Dialogpredigt mit Bischof Dr. Gerhard Feige beim Abschlussgottesdienst des Frauenfestes des Bistums Magdeburg

Die Erfahrung des Labyrinths als Spiegel für das eigene Leben mit den Wendepunkten, dem Blick auf das Ziel, den unterschiedlichen Perspektiven des eigenen Lebensweges führte vierzig Frauen in das einzigartige Lebendige Labyrinth des Klosters Helfta. Lebendig ist das Labyrinth deshalb, weil es aus lauter Heilkräutern und Heckenpflanzen besteht, die sich in einem Weg von 350 m und sieben Windungen um eine große Mitte, die von einem Weidengeflecht umgeben ist, formieren. Das Labyrinth wächst und blüht, duftet, spendet Schatten und bringt auch Dornen hervor, wie das eigene Leben eben auch.

Dass dieses Labyrinth im Park des Klosters Helfta angelegt ist, das einst das Zentrum der mittelalterlichen Frauenmystik war und auch heute nach wie vor eine große Ausstrahlungskraft hat, machte diese Kooperationsveranstaltung des KDFB Diözesanverbandes und des Referates Liturgische Bildung umso interessanter. Dass just am Wochenende des Aufenthaltes der Frauen aus der Diözese Bamberg auch das große Frauenfest des Magdeburger Bistums sein sollte, ließ dieses Wochenende zu einer äußerst inspirierenden Zeit werden. So konnten die Frauen in verschiedenen kreativen und spirituellen Workshops das Klostergelände und die Situation der Kirche in den neuen Bundesländern kennenlernen und sich selber auch eine kleine Auszeit gönnen.

Die Mitfeier der Tagzeitenliturgie der Zisterzienserinnen und ein Gespräch über die bewegte Geschichte dieses Klosters (durchaus im Einklang mit dem Symbol des Labyrinths), sowie spirituelle Anregungen zum individuellen und gemeinsamen Begehen des Labyrinths schenkten diesen Tagen eine ungeahnte Tiefe.

Eine abschließende Liturgie in der nahegelegenen Taufkirche Luthers, die mit einem in den Boden eingefassten und überdimensionierten Taufbecken zur Meditation über die Bedeutung der eigenen Taufe einladen will, beendete die intensive Zeit in Sachsen-Anhalt.

Dr. Andrea M. Friedrich