KDFB

Jutta Speidel erhält Ellen-Ammann-Preis 2019

Die Hauptpreisträgerin Jutta Speidel (2.v.l.) wurde von Sozialministerin Kerstin Schreyer (rechts) vorgeschlagen. Sie erhielt die Ellen-Ammann-Kamee von der KDFB-Landesvorsitzenden Emilia Müller (links) und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (2.v.r.); Bild: KDFB, Bardehle
Die Hauptpreisträgerin Jutta Speidel (2.v.l.) wurde von Sozialministerin Kerstin Schreyer (rechts) vorgeschlagen. Sie erhielt die Ellen-Ammann-Kamee von der KDFB-Landesvorsitzenden Emilia Müller (links) und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (2.v.r.); Bild: KDFB, Bardehle

Obdachlose Mütter und Kinder – und das im reichen München? Als Jutta Speidel, selbst Mutter von zwei Töchtern, das 1997 hört, beschließt sie, sofort dagegen anzukämpfen. Sie mietet ein ehemaliges Hotel und bietet seitdem Betroffenen einen Ort der Ruhe und Sicherheit. „Damals wie heute sind Gewalterfahrungen einer der Hauptgründe, warum Frauen mit ihren Kindern ihr Zuhause fluchtartig verlassen und auf der Straße stehen“, erklärt Speidel. Sie trägt nun mit Stolz die Ellen-Ammann-Kamee, ein für den Preis geschaffenes Schmuckstück und die besondere Auszeichnung für die Hauptpreisträgerin.
Schirmherrin Ilse Aigner zu den Preisträgerinnen: „Sie alle haben die Zeichen der Zeit erkannt. Sie sind wahre Nachfolgerinnen von Ellen Ammann, indem sie ihre Idee der sozialen Arbeit in die Gegenwart übersetzen: Aus innerer Überzeugung, selbstbewusst und mit vorbildlicher Tatkraft.“
Die Trägerinnen des Ellen-Ammann-Preises 2019 zeichnet aus, dass sie an unterschiedlichsten Orten erkennen: Hier muss etwas getan werden!
Pragmatische und wirksame Lösungen bieten die weiteren ausgezeichneten Frauen: Claudia Burmeister aus Regensburg mit dem Projekt „waagnis“, Ele Schöfthaler aus Landshut mit den „Kindernestern“, Jana Weidhaase aus München mit dem Projekt „We talk – Women fight violence“ und Sabine Demel aus Regensburg mit „Donum Vitae Bayern“.
Der vom KDFB ausgelobte Ellen-Ammann-Preis wird in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen. Er geht an Frauen, die wie Frauenbundgründerin Ellen Ammann Grenzen überschreiten und sich mit großem Mut, viel Kreativität und mit extrem hohem Einsatz für die Rechte von Frauen engagieren.
Ellen Ammann (1. Juli 1870 – 23. November 1932), war Frauenrechtlerin und eine der ersten Frauen im bayerischen Landtag. Sie gründete im November 1911 den Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Heute ist er mit 165.000 Mitglieder der größte Frauenverband Bayerns.
Redaktion: Ulrike Müller-Münch